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Therapiezentrum Mecklenheide
Norbert Schlorff
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News

Bänderriss im Knie

Manchmal reicht eine schnelle ruckartige Bewegung und schon ist es passiert, ein Bänderriss im Knie. Meist sind aber Sportunfälle, insbesondere beim Fußball oder Skifahren, dafür verantwortlich. Betroffene verspüren unmittelbar einen starken, stechenden Schmerz. Kreuzbänder, das Innenband oder das Außenband im Knie können dabei teilweise oder vollständig reißen. Verschiedene Behandlungsmethoden und eine passende Therapie helfen, einen Bänderriss vollständig zu heilen. Die AOK Hessen informiert über die Erkrankung und Behandlungsmethoden.

Das Kniegelenk ist das größte Gelenk im menschlichen Körper und für die menschliche Fortbewegung unerlässlich. Es hat wie fast alle großen Gelenke kräftige Bandstrukturen, die das Knie stabilisieren. Diese Bänder bestehen aus wenig dehnbarem, faserartigem Bindegewebe und können ein Gelenk auch in Bewegung sichern. Im Knie geben vier Bänder dem Kniegelenk Halt, das Außenband, das Innenband sowie das vordere und hintere Kreuzband. Diese Bänder sind nur eingeschränkt dehnbar. Wird ein Band über die Elastizitätsgrenze hinaus strapaziert, kann es teilweise oder ganz reißen. Das passiert häufig bei Sportunfällen, wenn das Knie gewaltsam verdreht wird oder es bei einem Sturz einen kräftigen Schlag bekommt. In manchen Fällen können dabei sogar mehrere Bänder gleichzeitig reißen. Zusätzlich können auch Knorpel, Menisken, Gelenkkapsel oder Knochen verletzt werden.

Symptome für einen Bänderriss können ein plötzlicher, heftiger, stechender Schmerz, eine starke Schwellung, ein Bluterguss, ein ausgeprägter Druck- und Bewegungsschmerz sowie ein Instabilitätsgefühl, ein Gefühl des Wegknickens des Gelenks, entweder nach vorne (Kreuzband) oder seitlich (Außen- und Innenband) sein.

Bei starken Schmerzen und einer deutlichen Schwellung sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann feststellen, was genau mit dem Band oder Gelenk passiert ist. Der Schmerz allein sagt noch nichts darüber aus, ob etwas im Knie gerissen ist. Eine Bänderdehnung ist manchmal sogar schmerzhafter als ein Riss. Wird der Riss sofort versorgt, verläuft die Heilung normalerweise zeitnah und unkompliziert. Unbehandelte Bänderrisse können jedoch zu Langzeitschäden wie dauerhafter Instabilität und vorzeitigem Verschleiß führen.

Ein Bänderriss kann mit oder ohne chirurgischen Eingriff versorgt werden. Das ist abhängig davon, ob ein Band teilweise oder ganz gerissen ist und ob noch weitere Verletzungen im Kniegelenk vorhanden sind.

Ist eine Operation jedoch notwendig, werden die gerissenen Bänder meist minimalinvasiv im Rahmen einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) versorgt. Mit dieser Operationsmethode ist es möglich, Schäden im Knie zu beheben, ohne das Knie zu eröffnen. Dieses Verfahren nennt sich Schlüsselloch-Chirurgie. Bei dieser Methode werden sehr kleine Schnitte gesetzt, durch welche eine dünne Spezialkamera und Operationsinstrumente in das Gelenk eingeführt werden. Dabei wird das gerissene, aber noch vorhandene Bandgewebe genäht. Ist das Band zu stark geschädigt, wird es durch andere Bindegewebsstrukturen, zum Beispiel Sehnen, seltener auch durch künstliche Implantate, ersetzt. Der Eingriff kann stationär oder ambulant erfolgen.

In vielen Fällen muss jedoch nicht unbedingt operiert werden. Zum Beispiel wenn ein Band nur angerissen ist. Das betroffene Kniegelenk wird erst einmal ruhiggestellt durch eine flexible Schiene, eine sogenannte Orthese oder Unterarm-Gehstützen. Schmerzlindernde, entzündungshemmende und abschwellende Medikamente können die Symptome lindern. Meist dauert die Behandlung mehrere Wochen.

Unabhängig davon, ob ein Bänderriss operativ versorgt wurde, ist im Anschluss immer eine Physiotherapie zu empfehlen. Gezielte Übungen zum Muskelaufbau und Koordinationstraining unterstützen den Heilungsprozess positiv.

05.12.2019 DGA | Quelle: AOK Hessen (gesundheit adhoc)

Neue Studie - Reha-Branche: Wachsende Bedeutung, schwierige Arbeitsbedingungen

Fast zwei Millionen Menschen pro Jahr unterziehen sich einer Reha-Maßnahme. Dafür stehen in Deutschland über 1000 Reha-Einrichtungen bereit. Der größte Teil wird von privaten Firmen betrieben, ein Teil gehört zum öffentlichen Dienst, andere werden von Kirchen oder Wohlfahrtsverbänden getragen. Die Branche hat knapp 123 000 Beschäftigte, von denen viele in Teilzeit arbeiten. Die größte Teilgruppe sind Angehörige therapeutischer Berufe. Auf Vollzeitstellen umgerechnet wären es 92 000 Beschäftigte. Wie es um die Arbeitsbedingungen und -zufriedenheit in diesem Bereich steht, haben die Ökonomin Sabine Baldauf und die Politologin Dr. Katrin Vitols von der Unternehmensberatung wmp Consult mit Förderung der Hans-Böckler-Stiftung untersucht. Ihr Fazit: Steigende Arbeitsverdichtung und knappe Entlohnung sind weit verbreitet. „Die Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen in Rehabilitationseinrichtungen müssen attraktiver werden.“

– Personalmangel, unzureichende Entlohnung –

Die Forscherinnen haben für ihre Studie ausführliche Interviews mit Branchenexpertinnen und -experten der Beschäftigten- und Arbeitgeberseite geführt sowie mehr als 230 Arbeitnehmervertreterinnen und Arbeitnehmervertreter befragt. Dabei berichten 88 Prozent von Arbeitsverdichtung im Pflegedienst. 81 Prozent geben zu Protokoll, dass ihre Einrichtung unter einem Mangel an Pflege-Fachkräften leidet – Ähnliches gilt für den ärztlichen Dienst. 68 Prozent sagen, dass Pflegekräfte abwandern – in Krankenhäuser mit besserer Finanzausstattung, entsprechend höherer Bezahlung und mehr Aufstiegsmöglichkeiten. Lediglich 13 Prozent der Befragten finden, dass es in ihrem Betrieb ausreichend Pflegepersonal gibt. Nur sechs bis neun Prozent der Befragten aus Pflegedienst, Physio- und Ergotherapie sowie dem Servicebereich empfinden ihre Entlohnung als angemessen. Die Tarifbindung in der Branche ist bislang niedrig.

Die Zahl der Patienten ist zwar in den vergangenen Jahren nicht merklich gestiegen, doch ein entscheidender Faktor hat sich deutlich verändert, so Baldauf und Vitols: Reha-Einrichtungen haben es heute oft mit kränkeren und häufig auch älteren Patienten zu tun als in früheren Zeiten. „Eine verkürzte Verweildauer in Akutkrankenhäusern und Multimorbidität“ – Patienten haben mehrere Krankheiten gleichzeitig – führten zu „stark gestiegenen Schweregraden der Erkrankungen unter den Rehabilitanden“, so die Forscherinnen. So nimmt der Pflege- und Betreuungsbedarf zu. Da gleichzeitig das Beschäftigungsvolumen in der Branche – umgerechnet auf Vollzeitstellen – stagniert, hat sich die Arbeitsbelastung der Beschäftigten erhöht. Die Alterung der Bevölkerung und die wachsende Zahl von Patienten mit psychischen Krankheiten dürften diese Entwicklung in Zukunft noch beschleunigen. Hinzu kämen neue Anforderungen durch die Digitalisierung, die zunächst einmal Mehrarbeit und Schulungsbedarf bedeuten.

– Finanzinvestoren kaufen Kliniken –

Bezogen auf die Profitabilität der Einrichtungen zeigt sich ein heterogenes Bild. Während große private Ketten häufig gute Gewinne machen, stehen manche kleinere Kliniken finanziell unter Druck. Etliche wurden bereits von Konkurrenten übernommen. Seit einigen Jahren sind zudem internationale Finanzinvestoren in der Rehabilitationsbranche tätig. Mehrfach von einem Finanzinvestor zum anderen weiterverkauft wurden beispielsweise die Immobilien der Berliner Median Kliniken. Den Einstieg von Firmenhändlern bringen Befragte zum Teil mit erhöhtem Druck auf Löhne und Qualitätsstandards in Verbindung.

Die Wachstums- und Gewinnorientierung der Reha-Einrichtungen – aber auch die schwierige Ertragslage einiger Häuser – führen laut der Studie dazu, dass Kostendruck, Einspar- und Rationalisierungsprogramme in vielen Rehabilitationskliniken zum Alltag gehören. Finanziert werden Reha-Leistungen zum größten Teil von der Kranken- und Rentenversicherung. Bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist es meist die Rentenversicherung, die für die Kosten aufkommt. Die Idee dahinter: Für die Rentenversicherung wird auf diese Weise ein Anreiz geschaffen, Arbeitnehmer bei der Wiederherstellung ihrer Gesundheit zu unterstützen – denn Reha ist in der Regel billiger als die dauerhafte Zahlung einer Erwerbsminderungsrente. Solche Anreizstrukturen sollten nach Baldauf und Vitols ausgebaut werden. Heute hätten beispielsweise die Krankenkassen, die für Reha-Maßnahmen von Nicht-Erwerbstätigen aufkommen, keine finanziellen Vorteile davon, wenn sie Reha-Programme bewilligen, die letztlich Pflegebedürftigkeit verhindern. Die Ausgaben für medizinische Rehabilitation sind in den vergangenen zehn Jahren zwar im gleichen Umfang gewachsen, wie die Gesundheitsausgaben insgesamt. Doch unter dem Strich ist die Vergütung von Reha-Leistungen nicht immer ausreichend: „Die Höhe der Vergütungssätze orientiert sich dabei nicht durchgängig an den tatsächlichen Kosten der Einrichtung oder der Qualität der Leistung“, schreiben die Forscherinnen.

Die Forscherinnen weisen auf einen Bereich hin, den es auszubauen gelte: die Gesundheitsprävention. Viele Studien belegten, dass sich Vorsorgeprogramme volkswirtschaftlich auszahlen. Auch bei den Arbeitgebern steige die Bereitschaft, in die Gesundheit ihrer Beschäftigten zu investieren. Schließlich hätten viele Firmen angesichts der aktuellen Arbeitsmarktsituation ein großes Interesse daran, keine Fachkräfte zu verlieren.

Einfach Ergotherapeut werden

Die Welt ist so komplex wie nie zuvor. Das hat viele Folgen, unter anderem eine äußerst große Auswahl an Berufen. Haben Jugendliche ihre Neigungen und Talente erkannt und eine für sie passende Berufswahl getroffen, geht das Suchen erst richtig los. Denn Bildung ist Ländersache und damit alles andere als einheitlich. Damit sich diejenigen, die sich für den facettenreichen Beruf ‚Ergotherapeut‘ interessieren leichter zurechtfinden, erklärt der DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.), was zu beachten ist.

Angehende Ergotherapeuten haben die Wahl zwischen einer schulischen und einer hochschulischen Ausbildung. Ist diese noch einfache Entscheidung getroffen, spielt auch der eigene Geldbeutel eine Rolle. Ob die Ausbildung für künftige Ergotherapeuten kostenfrei ist, also keine monatlichen Gebühren anfallen., ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Es gibt Schulen in öffentlicher oder in privater Trägerschaft. Dasselbe gilt für Hochschulen; auch hier gibt es neben öffentlichen Einrichtungen private Institutionen, um dem wachsenden Bedarf an Ergotherapeuten gerecht zu werden. Einige Schulen und Hochschulen erheben nicht nur Semestergebühren, sondern verlangen darüber hinaus zum Teil Geld für Material, Prüfungen oder Exkursionen.

Der für Ergotherapeuten maßgebliche Berufsverband DVE macht sich schon seit Jahren für die Interessen des ergotherapeutischen Nachwuchses stark. Und bietet auch hier Unterstützung an. Anruf genügt: 07248 - 91 81 – 0. Wer sich vorab schlaumachen will, findet unter https://dve.info/aus-und-weiterbildung/schulsuche Ergotherapieschulen. Die Studiengangsuche unterstützt der DVE auf seiner Homepage hier https://dve.info/aus-und-weiterbildung/studiengangsuche/search.

Gemeinsam mit Schülern und Studierenden setzt sich der Berufsverband für eine kostenfreie Ausbildung ein. Er engagiert sich außerdem für eine Ausbildung nach internationalen und aktuellen Standards. Gerne erinnert er die Kanzlerin an ihr Versprechen, das da lautet: „Wir werden, und ich sage endlich, wie auch in der Pflege das Schulgeld in den Gesundheitsfachberufen abschaffen“.

Experten warnen vor Überlastungsschäden an kindlichen Gelenken und Knochen

Akute Verletzungen wie Brüche, Prellungen und Zerrungen – aber auch Überbelastungsschäden an Gelenken und Knochen – nehmen im Kindes- und Jugendalter zu, beobachten Sportorthopäden. Die Ursache sehen sie vor allem in zu wenig Verletzungsprävention, etwa passendem Schuhwerk, Einlagen, einem altersgerechten abwechslungsreichen Trainingsplan oder ausreichenden Regenerationszeiten. In vielen Fällen würden sich auch bereits durch ein adäquates Präventionstraining oder maßvollere Sporteinheiten Verletzungen und deren Spätfolgen vermeiden lassen.

Im Zuge des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie 2019 (DKOU) warnen die Experten vor zu intensivem Sport ohne Regenerationszeiten im Kindesalter. Sie weisen darauf hin, dass Folge- und Überlastungsschäden – auch durch zu einseitige Bewegungsabläufe – junge Menschen lebenslang körperlich beeinträchtigen können.

„Wir beobachten in der Praxis zunehmend Verletzungsmuster, die auf zu intensive Sporteinheiten ohne ausreichende Erholung für Knochen, Gelenke und Muskulatur zurückzuführen sind“, betont Professor Dr. med. Romain Seil, Präsident der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS). Der orthopädische Chirurg aus Luxemburg warnt vor zu langanhaltendem und einseitigem Übertraining, das den kindlichen Halte- und Bewegungsapparat dauerhaft schädigen kann.

Eine Schwachstelle im Knochenbau von Kindern und Jugendlichen ist die Wachstumsfuge (Epiphysenfuge). Sie schließt sich bei Mädchen meist zum 14. oder 15., und bei Jungen etwa zum 16. Lebensjahr, nachdem das Knochenwachstum abgeschlossen ist. Akute Verletzungen, aber auch chronische Überbelastungen, die zu mikrotraumatischen – für das Auge nicht sichtbaren – Verletzungen führen, können Schäden an den Wachstumsfugen verursachen. „Insbesondere eine gelenknahe oder auch das Gelenk direkt betreffenden Verletzung, bei der die Wachstumsfuge beteiligt ist, kann dann eine Fehlstellung nach sich ziehen.“, so Seil. Als Beispiel nennt er O-Beine von Fußballern, die in ihrer Jugend zu intensiv trainiert haben (1). Je nach Ausprägung könne dies auch Spätschäden wie Arthrose zur Folge haben.

Insbesondere bei Sportarten mit erhöhten Überlastungsrisiko an Knochen und Gelenken, wie dem Kunstturnen oder Tennis, aber auch Kontaktsportarten wie Judo, sind Überlastungsschäden häufiger als akute Verletzungen. Kinder im Leistungssport sind öfter betroffen, doch auch im Breitensport ist es ratsam, Sport in Maßen zu betrieben. „Kinder sollten wöchentlich mindestens zwei Ruhetage einhalten und höchstens drei bis vier Stunden am Tag trainieren“, so Professor Dr. med. Thomas Tischer, Leiter Sektion Sportorthopädie an der Orthopädischen Klinik, Universitätsmedizin Rostock. „Dabei ist es wichtig, das Training altersgerecht, abwechslungsreich und mit ausreichend Aufwärm- und Ruhezeiten zu gestalten.“

Prävention, Behandlung und Rehabilitation von verletzten Sportlern würde im Leistungs- aber auch im Breitensport zu sehr vernachlässigt wird. Sie sollten konsequenter in das Sportprogramm aufgenommen werden, um eine gesunde sportliche Entwicklung zu fördern und den jungen Sportlern ein gesundes und schmerzfreies Leben mit und nach dem Sport zu ermöglichen, so die Experten. Hat das Kind Beschwerden, sollten Eltern sich umgehend an einen Sportorthopäden wenden, sagt auch Dr. med. Thomas Möller, Kongresspräsident des DKOU aus Speyer. Quelle:
(1) Wolf, F., et al., O-Beine und intensives Fußballtraining im Wachstumsalter
Systematisches Review und Metaanalyse, Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 401-8; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0408
https://www.aerzteblatt.de/archiv/198459/O-Beine-und-intensives-Fussballtraining-im-Wachstumsalter



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